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Aquaristik - Malawisee - ostafrikanische Cichliden
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Malawisee-Wasserwerte:


Das Wasser im Malawisee ist extrem klar und sehr keimarm. Hat man sich für die Pflege ostafrikanischer Buntbarsche aus diesem See entschieden, ist den besonderen Wasserwerten im heimischen Aquarium Rechnung zu tragen. Die Kunst ist es nun, das Wasser des Malawisees nachzubilden. Die zu pflegenden Buntbarsche werden dies mit Sicherheit durch Gesundheit, Wohlbefinden, Lebendigkeit und erhöhter Paarungsbereitschaft danken.



Die im Labor gemessenen und bestätigen Wasserwerte des Malawisees:

ph - Wert 8,0
Leitfähigkeit 247 µS
Gesamthärte 4,32 °dH
Karbonathärte 7,22 °dH
Natrium 20,3 mg/l
Magnesium 7,67 mg/l
Calcium 18,3 mg/l
Mangan < 0,01 mg/l
Eisen < 0,01 mg/l
Ammonium 0,04 mg/l
Chlorid 5,8 mg/l
Sulfat 1,1 mg/l
Nitirit < 0,01 mg/l
Nitrat < 0,5 mg/l
Hydrogencarbonat 157 mg/l
Wassertemperatur 23 - 26 °C


Das Wasser des Malawisees hat besondere Werte. Hier fällt die höhere Karbonathärte gegenüber der Gesamthärte auf. Zudem ist das Wasser sehr weich und salzarm. Viele Aquarianer behaupten, man solle handelsübliches Kochsalz ins Aquariumwasser mischen. Diese Annahme ist schlichtweg falsch und erhöht den Leitwert des Aquariumwassers übermässig stark. Das Wohlbefinden der Barsche würde leiden. Eine andere Annahme beruht auf dem Standpunkt das Wasser müsse sehr hart sein. Auch diese Annahme ist einfach falsch. Wie man an den Wasserwerten sieht, ist das Seewasser mit ca. 4 °dH sehr weich. Sicherlich ist es richtig: Die Fische aus dem Handel sind an höhere Werte gewöhnt. Daher vertragen sie auch härteres Wasser meist problemlos. Man sollte sich jedoch bemühen, den wichtigsten Lebensraum Wasser für die Buntbarsche an die bestimmten Wasserwerte der Natur anzupassen.

Leider machen da viele örtlichen Wasserwerke und -Betriebe nicht mit. Unser Leitungswasser ist mittelhart bis hart. Die Gesamthärte ist viel zu hoch und die Karbonathärte liegt unter der Gesamthärte. Zudem ist der PH-Wert von 7,2 etwas niedrig. Bei den Anionen-Werten ist der Sulfatgehalt mit durchschnittlichen Werten von 50 bis maximal 240 mg/l für das Aquariumwasser viel zu hoch, der Chloridwert ebenfalls. Bei den Kationen sieht es da nicht anders aus. Hier setzt sich das Calcium mit Werten über 80 mg/l weit von den restlichen Werten ab.




Abhilfe schafft da nur der Einsatz einer Osmoseanlage, die aus dem harten Leitungswasser neutrales Wasser ohne Zusätze herstellt. Osmosewasser ist fast reines Wasser, indem zu 99 % alle Salze und Spurenelemente entfernt werden. Es hat einen Leitwert von 20 - 30 µS und stellt eine ordentliche Basis für unser Aquariumwasser dar.

Ich härte das Osmosewasser mit speziellen Balling-Salzen, Magnesiumsalzen und Natriumchloridfreien Salzen auf. Das besondere dabei ist, das der Salzgehalt (Natriumchlorid) nicht steigt und der Leitwert sich auf einem akzeptablen Niveau befindet. Im Aquarium achte ich darauf, das der Leitwert nie über 500 µS steigt. Ein niedrigerer Leitwert ist im Aquarium meist nicht zu erreichen.

Durch den Einsatz der speziellen Salze und des Osmosewassers, kann man ein auf den Malawisee abgestimmtes Wasser herstellen, indem bei den Fischen auf lange Sicht gesehen keinerlei Mangelerscheinungen auftreten werden.

Ich mache regelmässig jede Woche einen Wasserwechsel von etwa 50% des Aquariumwassers. Hierbei fülle ich nur mit meiner Malawisee-Wassermischung aufbereitetes bzw aufgehärtetes Osmosewasser nach. Ich benutze niemals das Wasser direkt aus der Leitung wegen der oben genannten Gründe. Da ich wieder einen UV - Wasserklärer benutze und Osmosewasser von Hause aus sehr keimarm ist, wirke ich aktiv etwaigen Erkrankungen meiner Barsche entgegen.